Installation & Objekt

Performative Installation

 

ENTFERNUNGEN – EINE ANNÄHERUNG des Künstler*innen-Kollektivs koop.k

Jürgen Waldmann, Sabine Felker, Ute Faust, Stefanie Manhillen, Joachim Schulte, Nicole Heidel

in der Kulturfabrik Koblenz 18. und 19.02.2022.

Multimediale Gesamtinszenierung aus Performance, Interaktion, Tanz, Text, Klang, Video, Bilder und Formen mit digitalen und analogen Gästen.

 

Über Ankommen, Koalitionen und toxische Nähe.

Über Abkommen, Kollisionen und schamhaftes Entfernen.

 

Gefördert durch: Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur und BBK Neustart Kultur.

 

Fotos: Copyright Martin Boosfeld

 

Ist Kunst ein nährender Lebensraum? Können hier neue Formen des Zusammenlebens und -Arbeitens als Modell für Gemeinschaft erprobt werden?

 

Das Projekt ERNÄHRUNGSRÄUME, das ich seit einiger Zeit in unterschiedlichen Medien unter der Fragestellung, was uns künstlerisch, spirituell, sozial, emotional, physisch, ideell, ... nährt, bearbeite, findet in der Gesamtinszenierung ENTFERNUNGEN – EINE ANNÄHERUNG einen Handlungsraum.

Meine Figur ist der lebendige Part der Installation zweier Grow-Boxen, mit, zwischen und in welchen sie agiert. Sisyphoshaft und rituell werden Wege dazwischen vermessen, markiert und mit Navigationsinstrumenten begangen.

 

Die Grow-Boxen sind mit Wachstumslicht ausgeleuchtete Leerräume. Erst das Performative definiert Bedeutung: Isolations-Haft, Schutzraum für Träume, ideelle Standpunkte, Peripherien, Warteräume, Kommunikations-Räume, Sendestationen für Subjektives.

Im prozesshaften und choreografierten Ereignis offenbaren sich Distanz und Nähe in extremer Form.

 

Text-Installation

Festival an der Kunstbrücke Neukölln "Unter der Brücke - Auf der Schwelle" 19. - 21.08.2022

"DA zwischen" eine partizipative und installative Performance mit vier Kunstformen auf dem Wasser und am Ufer der Kunstbrücke Berlin Neukölln.

Elektronische Musik: Cami Donneys | Tanz/Performance: Marco Jodes | Text-Installation: Nicole Heidel | Live-Mixed-Media/Installation: Stefanie Manhillen.

 

Fotos Copyright Benjamin Renter

Eine Schwelle zu übertreten birgt genauso viele Erwartungen wie Ängste. Wir wissen nicht, was passieren wird. Wollen wir uns wirklich einlassen, oder soll das Fremde besser im Fernen bleiben?

 

Meine Texte entstehen in einem Gravitationsfeld. Ich öffne mich der Atmosphäre des Ortes, den Energien der Mitspielenden und der Teilnehmenden.

Im Sog dieser Kraft höre ich Wörter und dann fließen sie mit Tusche auf das Blatt. Fragmente, Satzfetzen, die sich zu einer Bedeutung fügen, ein Raunen aus dem Unbewussten, das sich verselbständigt. Ich bin neugierig, ich entdecke und staune über das, was auftreten will. In den Text-Installationen finden die Fiktionen und Wahrheiten einen Ort, um zu erscheinen.

Die Themen entspringen dem Gravitationsfeld, dem gemeinsamen gegenseitigen Interesse. Es ist ein Zusammenspiel aus Tanz, Bildern und Formen, Klängen und Texten und allem, was mitschwingt, was zwischen und mit uns passiert im Vorher und im Jetzt.

 

Geschichte einer Liebe | Kunstbrücke Berlin Neukölln 21.08.2022

 

Prinzengleich schlüpft die Hoffnung aus dem Titanen-Ei.

Tosendes Glück tränt aus Sommertagen.

Drachenflug stößt an Wolkenbug.

Der Frei-Fall endlich schön.

Zur Geisterstunde trank ich die Gesten deiner Zuversicht.

Gehe ich mit dir zum Tor der Unverwundbarkeit.

Lust auf Risse im Vernunftbehälter.

Erwartungsvoll tänzelt das Chaos in der Kopf-Garage.

Gib mir Geleit in den schattigen Fluren deines Begehrens.

 

Warme Haut unter Kuss-Geflüster.

Gescheite Ponys dümpeln auf Rampen zu den Sternen.

Wippen wir Furcht entzwei.

Barfußlauf. Drahtseil.AKT. 

 

Du. zu mir. In der Halbzeit des Kummers.

Im Zweikampf häuten wir den Leichnam späterer Tage.

Tourniere des Zweifels in Tagen des Wartens.

Reite ich deine Angst zu Tode.

Dein Blick splittert durch meinen Traum.

Geschmackvolles Schlussgewitter müder Liebe.

Brücken aus Glas trällern von Abgründen.

Gegangen warst du längst.

 

Text- Installation

WIR SCHENKEN EUCH UNSERE KUNST. PARTIZIPATIVE KÜNSTLERISCHE AKTIONEN NACH DER AHRFLUT entlang der Ahr, in Sinzig, vor dem Arp Museum 2022.

Spartenübergreifend unterwegs mit Künstler*innen des kunst mobils und anderen Menschen. Mit den Musikern Cami Donneys und Stephan Maria Glöckner, den Tänzer*innen Marco Jodes, Anna-Lu Masch und Claudia Reiff und der Initiatorin und Mixed-Media-Künstlerin Stefanie Manhillen.

 

Gefördert von der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur

Lebensmuster

Installation 2017

Ausstellung "mehrpapier!" 29.07. - 13.08.2017 Künstlerhaus Metternich Koblenz

Fotos: Rolf Karbach

Bemalte und verschlungene Papierbahnen und Objekte aus Papier. Installation der Künstlerin Nicole Heidel

Installation   2017   L = 5,20 m / B = 3,50 m / H = 3,40 m   Papier, Pappe, Schellack, Tusche, Acryl

Wie ist der Mensch gestrickt? Welchen inneren Mustern folgt er? Wie ist sein Netzwerk beschaffen? Welche Prägungen, Verstrickungen, Strukturierungen finden im Laufe eines Lebens statt?

Jedes Leben hat einen Ursprungspunkt und breitet sich aus, im Raum und in der Zeit. Im Laufe der Zeit verändert sich so die natürliche, ursprüngliche Textur einer Anlage und es entstehen wahrnehmbare Muster und Wiederholungen darin. In das Muster eines Lebens sind Erinnerungen eingewoben, Zeichen für gute und schlechte Erfahrungen, unerfüllte Sehnsüchte und Wünsche. Die Installation wirf die Frage auf, ob man seine eigene Geschichte neu schreiben, Richtungswechsel vornehmen und Transformation herbeiführen kann.

 

Eine scheinbar endlose Rolle Papier bildet einen Ursprungspunkt im Raum. Doch sie ist endlich und rollt sich ab, genau wie die Zeit, die ein Mensch hat, um sein Leben zu leben. Im Leben geht man unterschiedliche Wege. Man probiert aus, denkt neu, setzt nochmal an. In den Verzweigungen der Maschen, die sinnbildlich ein Leben stricken, erscheinen Formen aus Papier wie materialisierte Ideen. Weiche, stachelige, weibliche, abgründige Objekte beschreiben unterbewusste Motive. Sie tragen Namen wie: „Flechten-Organismen“, „Seeigeltier mit lackierten Fingernägeln“, „Wandergedanken“, „Träumende Anemone“, „Vom Werden und weniger Sein“, „Fuß des Teufels“, „Aus tot mach lebendig“.

 

Eimer aus Papier im Künstlerhaus Metternich. Objekt Künstlerin Nicole Heidel

Sinus-Babel-Eimer

Installation 2017

Ausstellung "mehrpapier!" 29.07. - 13.08.2017 Künstlerhaus Metternich Koblenz

 

„Der Begriff Sinus beschreibt generell gewölbte Strukturen oder Höhlungen.“

 

Die abgeformten Papier-Eimer sind Ausbuchtungen im Raum, aus Tageszeitungen gefertigte Unsinnsobjekte. Sie können nichts tragen oder transportieren. Die Form löst sich in Einzelteile auf wie Schnittmuster eines Kostüms. Das, was sie transportieren, sind die Restinformationen der Zeitungen, aus denen sie gemacht sind. Es sind Fragmente von Fotos, Headlines und Artikeln in belgischer, chinesischer, französischer, amerikanischer und arabischer Sprache.

 

Barhocker in einem beleuchteten Schaufenster der Galerie Sehr Ehrenbreitstein. Installation der Künstlerin Nicole Heidel

Destillate_without art we are just existing  

Installation, Kulturtage Ehrenbreitstein 2016

Rotlichtfenster, Künstlerutensilien, destillierte blutrote Farbe

Drei Holzkisten mit verspiegeltem Boden gefüllt mit Taschentüchern und Mausefalle. Objekt der Künstlerin Nicole Heidel

Familienbande   Objektkästen dreiteilig, Damentaschentücher, Herrentaschentücher, Lebendfalle je 30x30 cm   Kulturtage Ehrenbreitstein 2016